Kartoffeln sind ein Grundnahrungsmittel und aus der deutschen Küche nicht wegzudenken. Ob als Beilage, Hauptspeise oder Zutat in anderen Gerichten – die Kartoffel ist unglaublich vielseitig. Doch so einfach das Kartoffeln kochen auch erscheinen mag, es gibt einige Kniffe, die den Unterschied zwischen einer labbrigen und einer perfekt gegarten Kartoffel ausmachen. Dieser Artikel gibt dir alle Infos und einfachen Hinweise an die Hand, damit deine Kartoffeln jedes Mal gelingen.
Key Takeaways:
- Die richtige Kartoffelsorte ist entscheidend für das Ergebnis.
- Das Kochen mit Salzwasser sorgt für einen besseren Geschmack.
- Die Garprobe mit einer Gabel hilft, den optimalen Garpunkt zu bestimmen.
- Verschiedene Zubereitungsarten eröffnen eine Vielfalt an Geschmacksrichtungen.
Die richtige Kartoffelsorte zum Kartoffeln kochen auswählen
Nicht jede Kartoffel ist gleich! Es gibt verschiedene Sorten, die sich in ihrer Konsistenz und ihrem Geschmack unterscheiden. Für das Kartoffeln kochen ist die Wahl der richtigen Sorte entscheidend. Grob lassen sich Kartoffeln in drei Kategorien einteilen: festkochend, vorwiegend festkochend und mehlig kochend.
- Festkochende Kartoffeln: Diese Sorten behalten ihre Form beim Kochen und sind ideal für Kartoffelsalat, Bratkartoffeln oder Salzkartoffeln. Bekannte Sorten sind Annabelle, Cilena und Linda. Sie haben einen niedrigen Stärkegehalt und zerfallen daher nicht so leicht.
- Vorwiegend festkochende Kartoffeln: Diese Sorten sind ein guter Kompromiss. Sie sind nicht ganz so fest wie die festkochenden, zerfallen aber auch nicht so schnell. Sie eignen sich gut für Pellkartoffeln, Kartoffelgratin oder Eintöpfe. Gängige Sorten sind Laura, Solara und Belana.
- Mehlig kochende Kartoffeln: Diese Kartoffeln haben einen hohen Stärkegehalt und zerfallen beim Kochen leicht. Sie sind perfekt für Kartoffelbrei, Knödel oder Suppen. Beliebte Sorten sind Bintje, Russet Burbank und Agria.
Achte beim Kauf auf eine unbeschädigte Schale und vermeide Kartoffeln mit grünen Stellen oder Augen. Diese enthalten Solanin, einen Giftstoff, der durch Schälen entfernt werden kann.
Schritt-für-Schritt Anleitung zum Kartoffeln kochen
Nun zum eigentlichen Prozess: dem Kartoffeln kochen. Hier eine einfache Schritt-für-Schritt Anleitung, die dir garantiert zum Erfolg führt:
- Vorbereitung: Wasche die Kartoffeln gründlich unter kaltem Wasser ab. Entferne Erde und eventuelle Keime. Schäle die Kartoffeln, wenn du sie als Salzkartoffeln zubereiten möchtest. Für Pellkartoffeln kannst du die Schale dranlassen.
- Schneiden (optional): Wenn du die Kartoffeln schneller gar haben möchtest, kannst du sie in kleinere Stücke schneiden. Achte darauf, dass die Stücke ungefähr gleich groß sind, damit sie gleichmäßig garen.
- Kochen: Gib die Kartoffeln in einen Topf und bedecke sie mit kaltem Wasser. Füge ausreichend Salz hinzu (etwa 1 Teelöffel pro Liter Wasser). Das Salzwasser sorgt dafür, dass die Kartoffeln besser schmecken.
- Garzeit: Bringe das Wasser zum Kochen und reduziere dann die Hitze, sodass das Wasser nur noch leicht simmert. Die Garzeit hängt von der Größe der Kartoffeln ab. In der Regel brauchen Salzkartoffeln etwa 20-25 Minuten, Pellkartoffeln etwas länger (ca. 25-30 Minuten).
- Garprobe: Um zu überprüfen, ob die Kartoffeln gar sind, stich mit einer Gabel in die Kartoffel. Wenn die Gabel leicht hineingleitet und die Kartoffel fast von selbst herunterfällt, sind sie fertig.
- Abgießen: Gieße das Wasser ab und lasse die Kartoffeln kurz ausdampfen. Bei Pellkartoffeln kannst du den Topf mit einem Küchentuch abdecken, um die Feuchtigkeit zu binden und die Schale leichter zu entfernen.
Tipps und Tricks für perfekt gekochte Kartoffeln
Neben der richtigen Sorte und der Schritt-für-Schritt Anleitung gibt es noch ein paar zusätzliche Tipps und Tricks, die dir helfen, deine Kartoffeln kochen Künste zu perfektionieren:
- Salzwasser: Verwende immer ausreichend Salz beim Kochen von Kartoffeln. Das Salz dringt in die Kartoffel ein und sorgt für einen besseren Geschmack.
- Kaltes Wasser: Beginne immer mit kaltem Wasser. Dadurch werden die Kartoffeln gleichmäßiger gar.
- Nicht zu viel Wasser: Bedecke die Kartoffeln nur knapp mit Wasser. Zu viel Wasser kann den Geschmack verwässern.
- Garprobe: Die Garprobe ist entscheidend. Überkoche die Kartoffeln nicht, da sie sonst zerfallen.
- Nach dem Kochen: Lasse die Kartoffeln nach dem Kochen kurz ausdampfen, bevor du sie weiterverarbeitest. Dadurch verdampft überschüssiges Wasser und die Kartoffeln werden trockener.
- Pellkartoffeln pellen: Pellkartoffeln lassen sich leichter pellen, wenn du sie nach dem Kochen kurz in kaltes Wasser tauchst.
Variationen und weitere Verwendungsmöglichkeiten nach dem Kartoffeln kochen
Nach dem Kartoffeln kochen stehen dir unzählige Möglichkeiten offen, die Kartoffeln weiterzuverarbeiten. Hier ein paar Ideen:
- Salzkartoffeln: Klassisch als Beilage zu Fleisch, Fisch oder Gemüse. Mit etwas Butter und frischen Kräutern ein Genuss.
- Pellkartoffeln: Ideal mit Quark, Hering oder als Basis für Kartoffelsalat.
- Kartoffelbrei: Ein cremiger Kartoffelbrei ist eine wunderbare Beilage oder Hauptspeise. Mit Milch, Butter und Gewürzen verfeinern.
- Bratkartoffeln: Aus gekochten Kartoffeln lassen sich leckere Bratkartoffeln zubereiten. Mit Speck, Zwiebeln und Gewürzgurken ein herzhaftes Gericht.
- Kartoffelsalat: Ein Kartoffelsalat ist ein Muss auf jedem Grillfest. Mit Essig, Öl, Mayonnaise, Gewürzgurken und Kräutern ein erfrischender Salat.
- Kartoffelauflauf: Ein Kartoffelauflauf ist ein wärmendes Gericht für kalte Tage. Mit Käse, Gemüse und verschiedenen Soßen ein abwechslungsreiches Essen.
Experimentiere mit verschiedenen Gewürzen und Zutaten, um deine eigenen Kartoffelkreationen zu schaffen. De Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! Ob als einfache Beilage oder als raffinierte Hauptspeise – die Kartoffel ist ein wahrer Alleskönner.
